»Female Choice«

Mein Buch “Female Choice – Vom Anfang und Ende der männlichen Zivilisation” ist im Tropen Verlag erschienen und seit dem 20. Februar ’21 überall erhältlich. Es stieg in der ersten Woche auf Platz 9 der SPIEGEL-Bestsellerliste ein und landete im April in der Sachbuch-Bestenliste von Die ZEIT, ZDF und DLF Kultur auf Platz 5. Demnächst gibt es “Female Choice” auch als Hörbuch bei Audible.

Zu dem Buch ist auch ein Podcast erschienen, in dem ich mit verschiedenen Gästen über die Themen des Buches sprechen –> Female Choice Podcast. (Die einzelnen Podcastfolgen veröffentliche ich hier mit angemessener Gastvorstellung separat.)

Neben einem medialen Interesse, das mich beinahe etwas überfordert hat, gab es auch viel … nennen wir es mal Lautstärke. Das Buch rührt an vielen sensiblen Themen, weshalb es einen Sturm im Wasserglas, oder sagen wir eher Schnapsglas erzeugt hat. Das führt zu der etwas bizarren Situation, dass mir gleichzeitig Frauenfeindlichkeit und Männerfeindlichkeit unterstellt wurde – ich habe quasi Schrödingers Hassbuch geschrieben. Naja. Um Ihnen in dem Durcheinander einen Überblick zu ermöglichen, gibt es hier eine Übersicht über alle Medienberichte, Interviews und weiterführenden Medien zu dem Buch und meinen Thesen. (Externe Links öffnen in neuem Fenster.)

Vorträge

Vortrag im Rahmen des International Science Festival – Geist Heidelberg im Deutsch-Amerikanischen Institut über die männliche Zivilisation: “Evolutionäre Grundprinzipien der Sexualität und wie sie unsere Zivilisation geformt haben”

Interviews

Besprechungen

Meike Stoverock entreißt Biologie und Geschichte all jenen, die in der Geschlechterdebatte schon immer gewusst haben wollen, wie Männer und Frauen so sind und wo ihr Platz zu sein hat. Und stellt unmissverständlich klar, dass Geschlecht nie beliebig ist, aber immer frei sein sollte.

— Nils Pickert, pinkstinks.de

Leseprobe

Eine Leseprobe von 20 Seiten können Sie hier herunterladen.

Inhaltsverzeichnis

Von Anfang und Ende
Über Menschen sprechen: Männer sind, Frauen auch

I Der Status quo
1 Das Duale System: Geschlecht, Gender und komplizierte Verhältnisse
2 Männer und die männliche Welt: Leistung, Krankheit, Tod
3 Frauen und die männliche Welt: Schönheit, Abhängigkeit, Gewalt

II Female Choice
1 Natürliche Differenzen: Der Sexuelle Konflikt
2 Gewalt ist eine Lösung: Die Folgen des Sexuellen Konflikts
3 Töpfe und Deckel: Die Entstehung von Partnerschaften
4 Und der Mensch?

III Der Anfang der männlichen Zivilisation
1 Die Stunde Null: Vom Nomaden zum Bauern
2 Haben und Sein: Besitz und wie er die Menschen verändert
3 Jeder nur eine Frau: Die monogyne Ehe
4 Gleitmittel: Die göttliche Sexualmoral
5 Trostpflaster: Selbstliebe, Prostitution, Pornografie

IV Das Ende der männlichen Zivilisation
1 Revolution auf Rezept: Ein Aufstand unschwangerer Frauen
2 Feminismus: Zurück zur Female Choice?
3 Der Backlash: Neue Rechte und Incels
4 Die letzte Bastion männlicher Kontrolle: Abtreibung

V Eine neue Zivilisation
1 Sexuelles Erwachen
2 Sex für alle: Wege aus der Incel-Falle
3 Die romantische Paarbeziehung: Die Lüge muss weg
4 Sichtbarkeiten: Die private Frau und Mutter
5 Menschheit ohne Gott: Begrenzung des Monotheismus
6 Mo’ Money Mo’ Problems: Neue Werte braucht die Welt

Eine Bitte

Die … Lautstärke der ersten Tage nach Erscheinen hat zu vielen unsachlichen Rezensionen auf den üblichen Bücherplattformen geführt. Rezensionen, die nur aus einem Satz bestehen, mich persönlich beschimpfen, oder von Menschen stammen, die offen bekennen, das Buch nicht gelesen zu haben. Am*zon geht gegen diese Rezensionen nicht vor, weshalb das Buch dort bei knappen 3 Sternen steht. Gleichzeitig habe ich unheimlich viele Mails bekommen, in denen sich Leserinnen und Leser überschwänglich für das Buch bedanken oder sich kritisch und dennoch offen mit meinen Thesen befassen. So sehr ich mich auch über diese Mails freue, die mir zeigen, dass die allgemeine Wahrnehmung keineswegs der des wütenden Mobs entspricht, so wenig helfen sie mir versteckt in meinem Postfach. Öffentliche Rezensionen helfen mir sehr, weil sie zeigen, dass mein Buch nicht einfach provozieren, sondern zum Nachdenken anregen will. Ich wäre Ihnen deshalb sehr dankbar, wenn Sie eine sachliche Bewertung irgendwo hinterlassen, wo sie öffentlich einsehbar ist. Vielen Dank.

8 Kommentare

  1. Female Choice spricht offen über viele Fragen unserer Gesellschaft, die gern umgangen werden … und bringt vor allem biologisch / sexuelle Aspekte in sozial / politisch / … geführte Debatten, die natürlich sehr wichtig sind, ohne diesen Teil jedoch manches mal unvollständig bleiben und an einigen Stellen durch dieses Auslassen auch schwerer oder nicht lösbar sind. F C öffnet Türen zu wichtigen neuen Auseinandersetzungen darüber wie wir gelebt haben, leben, leben wollen und leben werden.

  2. Habe das Buch gerade zum zweiten Mal gelesen. Ich finde es gut, dass die biologische Seite mal berücksichtigt wird.
    Das große Problem sehe ich aber darin, dass Sie sich auf die Urgeschichte bezieht. In dieser Zeit war der Alpha Mann klar zu erkennen. Er war wohl meistens der im Kampf stärkste und in der Jagd der Erfolgreichste. Es gab aber auch keine modernen Waffen. Wenn ihm jemand den Rang streitig machen wollte, gab es wohl einen Zweikampf. Heute könnte aber der Schwächste und Dümmste diesen Alpha Mann töten ohne auch nur in die Nähe zu kommen.
    Meiner Meinung nach würde dies ohne noch deutlich weitergehenden sexuellen Ausgleich, als im Buch beschrieben, zu extremer Gewalt und extrem vielen Toten (vornehmlich Alpha Männer) führen. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass die Alpha Männer viele wechselnde Sexbeziehungen irgendwann ablehnen, um am Leben zu bleiben.

    • Es ist gut denkbar, dass Alpha-Männer so häufig getötet oder zeugungsunfähig gemacht werden, dass die Evolution sichtbar wird: sie sterben langsam aus. Kein Scherz. Bei Hirschen hat die Bejagung zwecks Trophäengewinn dazu geführt, dass die Geweihe immer kleiner wurden. Mittlerweile werden Hirsche mit großem Geweih in eigenen Farmen gezüchtet. Der “Jäger” kauft dann das Geweih für die repräsentative Wand.

  3. Ich glaube nicht, dass hier die Evolution sichtbar werden wird. Ich denke ein Teil der Alpha Männer wird vernünftig genug sein, dass sie mehrere Jahre nur eine Frau haben. Das würde die Wahlmöglichkeiten der Frauen sehr einschränken. Ob das dann noch Female Choice im Sinne von Frau Stoverock ist, kann ich nicht beurteilen.

    • Denke ich auch nicht. Aber es wäre ein interessanter Hintergrund für einen Thriller: die Underdogs meucheln die Alphas, und zwischen den Opfern gibt es keine Übereinstimmungen, die mehr als Zufall wären. Die Polizei tappt im Dunklen, bis jemand in einem anderen Fall den Hintergrund einer Jagd-“Trophäe” recherchieren muss und …

  4. Vielen Dank für Ihren Beitrag, das ist sehr interessant! Ich bin selbst historisch sogar ganz unten bei den 80% (wegen Asperger-Syndroms). In der Schule nannten mich alle „Trisomik“. Ich hatte keinen Zugang zu allem, was mit Liebe zu tun hat (außer 2 Unfällen in Deutschland, auch weil deutsche Frauen eine Schwäche für Franzosen haben und vielleicht behinderungsbedingte Unterschiede bei Ausländern zuerst fälschlich als kulturelle Unterschiede interpretieren).

    Später haben die Lebensereignisse dazu geführt, dass ich den Bedarf empfunden habe, als Frau zu leben. Das habe ich gemacht, nur mit Schminken, Kleidern…, ohne Hormonen oder Operationen, aber das Ergebnis ist beeindruckend. Ich sehe jetzt in der Öffentlichkeit wie eine wunderschöne BBW („Big Beautiful Woman“) aus: das ist mein Frauentyp, ich habe absichtlich viel Gewicht zugenommen. Wenn ich in den Spiegel schaue, bin ich in mich verliebt. Und ich habe eine große Überraschung gehabt: als Frau habe ich sehr viel Erfolg bei Männern! Ich habe die selbe Persönlichkeit wie früher, habe immer noch das Asperger-Syndrom, hatte ursprünglich mit einem Doktortitel in der Klimatologie immer noch keinen Zugang zur Arbeit, egal ob qualifiziert oder nicht (mittlerweile verdiene ich 700€/Monat mit einer eigenen Firma, ich arbeite zu Hause: nach der sozialen Transition zur Frau ging es mir sogar professionnel besser!). Ich bin der Meinung, dass Leute wie ich eine Lösung für die Mehrheit der Männer sind, die in einer natürlichen Gesellschaft keine Frau finden können. Wir haben die Geschlechtschromosome XY, wir sind überhaupt nicht wählerisch.

  5. Zunächst klingt das Konzept sehr intuitiv und plausibel. Da ich selbst wohl doch zu den Männern gehöre die nie ernsthafte Probleme hatten eine Partnerin bzw. Affäre zu bekommen hält sich mein Horror vor dieser “neuen Welt” auch in Grenzen.
    Warum ich dennoch nicht glaube dass sich dieses Konzept durchsetzt liegt am Ende aber eben genau am Kern der Evolution, der Fortpflanzung.
    Überall in der westlichen Welt sind die Geburtenraten sehr niedrig und in patriachalen, autoritären Kulturen deutlich höher. Selbst innerhalb der modernen westlichen Länder lässt sich eine starke Ungleichheit bei den Geburtenraten feststellen. Je linksliberalen, progressiver, feministischer, marxistischen, säkulärer das Milieu ist, desto weniger Kinder werden gezeugt. Wohingegen Konservative oder noch weiter rechte Milieus wie Fundamentalisten jeglicher Religionen oder Rechtsextreme förmlich Geburtenkriege führen. In diesen Milieus wird ein patriachales System gelebt und auch von den Frauen häufig so gewünscht. Durch die freie Wahl des Lebensstils heutzutage könnte man auch eine genetische Komponente vermuten bei diesen Menschen die diesen Lebensstil förderlich ist. Jedenfalls sieht es demografisch sehr danach aus dass die tendenziell patriachalisch eingestellten Milieus einen großen Vorteil haben und sofern dieser progressive, feministische Lebensstil in Zukunft nicht zu deutlich höheren Geburtenraten bei den Frauen mit dieser Einstellung führt halte ich diese Hypothese für sehr fragwürdig.
    Auch das Argument des “Alpha Männchens” mit vielen Kindern halte ich in der heutigen Zeit für fragwürdig. In der westlichen Welt ist ebenfalls ein demografisch ökonomisches Paradoxon festzustellen. Dass bedeutet je höher das Einkommen desto weniger Kinder zeugen die Familien. Bei den höheren Einkommen würde ich einfach mal eine höhere Dichte dieser “Alpha Männchen” vermuten. Also weder das Argument des Alpha Männchens mit vielen Kindern sehe ich tendenziell erfüllt, noch langfristig einen Trend zu mehr Feminismus. Auf dem Dating Markt mit Tinder und Co. mag das momentan mit Sicherheit so stimmen, aber evolutionär wird sich mMn das Patriachat weiterhin durchsetzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.