Archiv für die Kategorie 'Rezension'

Das Monster

Eva lebt wie eine Geächtete am Rande der Vorstadt, allein, so weit wie möglich entfernt von den Menschen. Die Nachbarn beobachten sie misstrauisch, Unbekannte werfen Farbbomben auf ihr Haus, sie selbst verschanzt sich wie in einer Burg, die Gardinen sind immer zugezogen. Evas Haare sind strähnig, tiefe Falten durchziehen ihr Gesicht, nicht der kleinste Funken Lebensfreude leuchtet in ihren Augen, das frühere Charisma liegt nurmehr als Echo in ihren Zügen [...]

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Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger Gott

“Life of Pi” hätte ein großartiger Film werden können. Die Geschichte über den indischen Jungen Pi, dessen Schiff auf der Überfahrt nach Kanada kentert und der sich daraufhin als einziger Überlebender mit einem ausgewachsenen bengalischen Tiger namens Richard Parker auf einem Rettungsboot wiederfindet, hätte groß sein können, und ich meine wirklich groß. “Life of Pi” hätte diese wirklich große Geschichte erzählen können. Diese Geschichte darüber, wie man in scheinbar ausweglosen [...]

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Rühr mich nicht an!

Ich habe ja von wenig eine Ahnung, aber zu allem eine Meinung. Das reicht vollkommen, fand der liebe @quitzi und bat mich, einen Text für ihn zu schreiben. Genauer: für den Megaquitzchenmittwoch. Und weil @quitzi einer der ganz wenigen Twitterer, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde, damit sie mir den ganzen Tag Tweets erzählen, und außerdem unser aller Internetlieblingskatze ist, konnte ich ihm seine Bitte nicht abschlagen. Ich [...]

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Über die Lautstärke von Langsamkeit

Gus van Sant ist so etwas wie das slow food unter den Filmemachern. Da, wo andere immer mehr beschleunigen, um in immer härteren Schnitten Dramatik und Intensität zu erzeugen, bremst er ab. Und dann bremst er noch etwas mehr. Noch mehr. Noch ein kleines bisschen. Bis er fast steht. Und dann hält er die Kamera drauf. In endlos langen Einstellungen lässt er die Teile seines Mosaiks für sich sprechen. Die [...]

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