Ich früher

Archiv für die Kategorie 'Rezension'

Eine kurze Geschichte über die Sünde

Ich schaue Filme nicht wegen der Effekte, nicht wegen der Leute, die darin mitspielen, nicht wegen der Filmmusik oder weil man sie “gesehen haben muss”. Ich schaue Filme, weil mich die zentrale Aussage interessiert. Sie kann doppeldeutig und interpretierbar sein, mit anderen Aussagen verwoben und hinter Andeutungen und Metaphern versteckt sein, ich möchte nachdenken, um sie zu entdecken, nur da sein muss sie. Filme ohne zentrale Aussage oder Filme mit [...]

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Das Monster

Eva lebt wie eine Geächtete am Rande der Vorstadt, allein, so weit wie möglich entfernt von den Menschen. Die Nachbarn beobachten sie misstrauisch, Unbekannte werfen Farbbomben auf ihr Haus, sie selbst verschanzt sich wie in einer Burg, die Gardinen sind immer zugezogen. Evas Haare sind strähnig, tiefe Falten durchziehen ihr Gesicht, nicht der kleinste Funken Lebensfreude leuchtet in ihren Augen, das frühere Charisma liegt nurmehr als Echo in ihren Zügen [...]

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Rühr mich nicht an!

Ich habe ja von wenig eine Ahnung, aber zu allem eine Meinung. Das reicht vollkommen, fand der liebe @quitzi und bat mich, einen Text für ihn zu schreiben. Genauer: für den Megaquitzchenmittwoch. Und weil @quitzi einer der ganz wenigen Twitterer, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde, damit sie mir den ganzen Tag Tweets erzählen, und außerdem unser aller Internetlieblingskatze ist, konnte ich ihm seine Bitte nicht abschlagen. Ich [...]

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Über die Lautstärke von Langsamkeit

Gus van Sant ist so etwas wie das slow food unter den Filmemachern. Da, wo andere immer mehr beschleunigen, um in immer härteren Schnitten Dramatik und Intensität zu erzeugen, bremst er ab. Und dann bremst er noch etwas mehr. Noch mehr. Noch ein kleines bisschen. Bis er fast steht. Und dann hält er die Kamera drauf. In endlos langen Einstellungen lässt er die Teile seines Mosaiks für sich sprechen. Die [...]

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