Über mich

Über mich

Ich bin Frau Meike.

Ich mag Menschen nicht, aber ich verbringe viel Zeit mit dem Versuch, sie zu verstehen. Manchmal hilft mir dabei mein Biologie-Diplom und manchmal das, was ich mein psychologisches Gespür nenne. Menschen zu analysieren ist so etwas wie mein Geburtsfehler: ich kann das nicht abstellen.
Im Übrigen glaube ich nicht an das Gute im Menschen, genauso wenig wie an eine Welt ohne Krieg oder ohne Hunger. Vielleicht weil ich die Welt oft eher evolutionsbiologisch sehe. Die Dinge ergeben überraschend oft einen Sinn, wenn man sie von einer anderen als der anthropozentrischen Warte aus betrachtet.

Ansonsten bin ich grundsätzlich daran interessiert, dass Frauen stärker werden, kann mich aber mit den meisten Forderungen und Standpunkten des allgemeinen (Netz-)Feminismus so wenig identifizieren, dass ich lieber meinen rechten Arm hergäbe, als mich als Feministin bezeichnen zu lassen. Ich schreibe gerade an einem Roman, was möglicherweise die größte Herausforderung meines bisherigen Lebens ist, denn ich bin weder ehrgeizig, noch geduldig. Deshalb dauert das jetzt auch schon fast zwei Jahre. Aber es wird, ich bin ganz sicher. Geschichte fasziniert mich, vor allem Geschichte vor 1945. Dass ich historische Fotografien geradezu anbete, ist eine direkte Folge davon.

Ich mag Nina Simone, weil sie auf einzigartige Weise Intellekt und Anmut in sich vereint und für mich der Inbegriff einer im besten Sinn unbequemen Frau ist. Ich mag unbequeme Menschen, weil sie einen immer wieder zwingen, eigene Denkstrukturen und Verhaltensmuster zu hinterfragen. Auflehnung finde ich auch wichtig. Sich gegen den Strom zu stellen, die eigene Meinung begründen und damit auch verteidigen zu können, egal wie viel Gegenwind sie bekommt. Mut halte ich für eine der wertvollsten menschlichen Eigenschaften, wenn es um die Suche nach dem Glück geht. Die Bereitschaft, das, was einem wichtig ist, für andere Menschen aufzugeben, für die fatalste.

Ich bin verheiratet, neunundreißig Jahre alt und lebe in Berlin mit meinem Mann und zwei verhaltensauffälligen Katzen.
(Stand: Sommer 2014)

10 Reaktionen

  1. Lukas
    Lukas um · Antwort

    Liebe Frau Meike

    Ich habe schon lange nichts mehr von Ihnen lesen dürfen. Geht’s Ihnen gut?

    Liebe Grüsse
    L

  2. Lemuel
    Lemuel um · Antwort

    Hallo Frau Meike,

    vor einigen Monaten bin ich durch irgendeine Verlinkung über ihren Blog gestolpert und seitdem ein entzückter Mitleser gewesen.
    Auch wenn ich nicht immer gemocht habe, was sie zu sagen hatten, so habe ich doch immer geliebt, wie sie es gesagt haben.
    Um so mehr freue ich mich, dass sie wohlauf sind und wieder auf Sendung gehen.

    (Ganz nebenbei: ich bin ledig, achtundvierzig Jahre alt, lebe in Hückelhoven-Altmyhl und liebäugle gerade mit drei kapriziösen, jungen Kätzchen aus der Nachbarschaft.)

  3. dorle
    dorle um · Antwort

    Wie schön, wieder von Ihnen zu hören!

    Ich hatte Sie dereinst auf FB abonniert, dann verschwanden Sie ganz unauffällig von meinem Schirm (kann ja mal passieren) und als es mir schließlich auffiel, waren Sie ganz verschwunden. Also bei FB. Und das passiert dann doch eher selten.

    Um so mehr freut es mich, dass ich Sie jetzt wieder gefunden habe. Von Twitter lass ich trotzdem die Finger.
    Mit den allerbesten Grüßen und so, Dorle

  4. Thorsten Haupts
    Thorsten Haupts um · Antwort

    Faszinierend, auf welche Blogs man stösst, wenn man bei don alphonso startet und sich an eineigen Strängen entlanghangelt.

    Ich mag Ihre Lebenseinstellung. Viel Glück bei dem Versuch, Menschen (in grösseren Aggregationen, vermute ich) zu verstehen, ich habe das bereits aufgegeben. Ihr Feminismus-Artikel ist grossartig, das ist die Art von Feminismus, mit der ich sympathisiere.

    Gruss nach Berlin und weiterhin viel Mut,
    Thorsten Haupts

  5. Frank
    Frank um · Antwort

    Hallo Frau Meike,

    Roman schreiben ist toll. Ich wollte auch mal einen schreiben. bin auch nicht so ehrgeizig und geduldig. Ich habe mir dann zum Ziel gesetzt, dass ein lieber Mensch (mein Vater) das Buch zu einem bestimmten Datum (sein 80. Geburtstag) bekommen soll. Das habe ich dann auch eingehalten. Und so wurde “Red Bullet” nach drei Jahren dann endlich fertig. Geht doch.

  6. Mike
    Mike um · Antwort

    Lese Sie erst jetzt, Frau Meike, dank eines Facebook (!!) Hinweises eines Freundes. Bin begeistert. Finde Sie gut. Und nun eine ganz, ganz blöde Frage: Kann ich Sie abonnieren?

  7. glumm
    glumm um · Antwort

    I want a little sugar
    in my bowl
    I want a little sweetness
    down in my soul
    I could stand some lovin’
    Oh so bad
    I feel so funny and I feel so sad..

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