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Dinge, verändert

Tod bedeutet Veränderung. Das weiß jeder, der schonmal einen Film mit einer Kartenlegerin gesehen hat. Die Kartenlegerin ist natürlich eine ältere Frau mit krummer Nase, die seltsamerweise mit russischem Akzent spricht. Die junge Klientin, denn natürlich ist es eine Frau, zieht mehrere Karten, deren letzte den Tod zeigt. Erschrocken lässt die Frau die Karte fallen, doch die Kartenlegerin beruhigt sie: “Todd is’ gutt. Todd bädeittet Verränderruung!” Die junge Frau geht [...]

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Über hier

Hier gibt's: Erinnerungen an den Tod meines Vaters, Neues aus dem Leben einer wunderlichen Alten, Selbsttherapie am Rande des Nervenzusammenbruchs, Szenen einer Ehe, Filme, Filme und Filme.

Und das Beste: es ist alles meins.

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Artikel

Lieber Vater: Noch vier Tage.

20. November 2009. Freitag. Ich wache mit Grippe auf. Was, wenn mein Schnupfen Vati tötet, frage ich den Mann. Sein Immunsystem läuft auf Notstrom und ich will nicht Schuld an seinem Tod sein. Ich rufe Mutti an. Ist es okay, wenn ich mit Krankheit komme? Nicht, dass ich ihm den Rest gebe. Sie sagt, mach Dir keine Sorgen. Jetzt ist es auch schon egal. Sagt sie es oder denke ich [...]

Der Unglückskomplex

Zwischenzeitlich ist wohl bekannt, dass ich mich nicht mit Menschen aus dem Internet treffe. Die Gründe sind so vielfältig wie putzig. Eine kurze Zusammenschau: 1. Ich fühle mich isoliert unter den Menschen. Mich mit jemandem zu treffen, hat in 99 von 100 Fällen das tiefe Gefühl von Einsamkeit und Unverstandenheit zur Folge. 2. Ich fühle mich überfordert im Draußen. Menschen wollen sich meistens im Draußen treffen. In Cafés oder Kneipen [...]

Über die Lautstärke von Langsamkeit

Gus van Sant ist so etwas wie das slow food unter den Filmemachern. Da, wo andere immer mehr beschleunigen, um in immer härteren Schnitten Dramatik und Intensität zu erzeugen, bremst er ab. Und dann bremst er noch etwas mehr. Noch mehr. Noch ein kleines bisschen. Bis er fast steht. Und dann hält er die Kamera drauf. In endlos langen Einstellungen lässt er die Teile seines Mosaiks für sich sprechen. Die [...]

Eine kurze Geschichte über Gewalt

England 1974. Ein Mann überfällt ein Postamt. Niemand wird verletzt, niemand wird getötet. Seine Beute: 26 Pfund. Und obwohl sein Urteil für diesen Raubüberfall nur auf sieben Jahre lautet, wird er das Gefängnis für die nächsten 35 Jahre nicht mehr verlassen. 30 Jahre davon wird er in Einzelhaft verbringen. Sein Name: Michael Peterson. “Bronson” erzählt die wahre und überaus eigenartige Geschichte des Mannes, der bis heute als der gewalttätigste Häftling [...]

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