Drei Jahre

Drei Jahre ist es her, seit Du weg bist.
Drei Jahre.

Deine letzten Worte höre ich so deutlich in meinem Kopf als hättest Du sie gestern erst gesagt. Ich höre das Rasseln Deines Atems, dieses unerträgliche Rasseln, das so klingt als ob Du ertrinkst. Ich sehe die Geste, mit der Du Dir immer über den Kopf gestrichen hast beim Nachdenken. Am Ende konntest Du die Bewegung nicht mehr beenden, aber Deine Hand fuhr immer noch zum Kopf.
Die Erinnerung an eine Angewohnheit.
Ich sehe immer noch, wie die Anstrengung beim Husten Deinen Körper verkrampfen ließ. 58 Kilo, mehr warst Du nicht. Ich erinnere mich an die immer längeren Pausen zwischen Deinen Atemzügen. Und daran, dass der letzte Moment so plötzlich kam, dass wir es kaum geschafft haben, alle rechtzeitig an Deinem Bett zu sein. Und wie froh ich bin, dass wir es doch geschafft haben.
An Deine Hand erinnere ich mich, die ich einfach immer weiter gehalten und gestreichelt habe. Auch als sie begann, kalt zu werden.

Heute vor drei Jahren, mein Vati, um Schlag 17 Uhr nachmittags, bist Du einfach weggegangen und Worte können nicht beschreiben, wie sehr ich Dich vermisse.

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