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Die Evolution meiner Offenheit

Jetzt neu mit Update weiter unten

Seitdem dieses Blog existiert, haben mich Menschen immer wieder auf die große Offenheit angesprochen, mit der ich mich hier ausbreite. Und dass sie das so nicht könnten, weil sie einen Schutz oder einen Filter zwischen sich und der Welt bräuchten.
Das brachte mich dazu, darüber nachzudenken, wie ich das empfinde und warum.

Natürlich empfinde ich das anders.
Für mich ist meine Offenheit meine beste Rüstung. Ich fühle mich in der Selbstentblößung souverän und ruhig, beinahe unangreifbar.
Für mich ist das so, als ob ich nackt auf einer Bühne vor Publikum stehe und sage “Seht her, meine Cellulite”.
Was soll denn schon passieren? Einer steht auf, zeigt mit dem Finger auf mich und wiehert “Haha, sie hat Cellulite!”?
Please, my dear, stop stating the obvious.
Ich gehe nackt und ohne Waffen durch mein Leben und wenn mich tatsächlich jemand verletzen will, dann sagt das mehr über ihn als über mich aus. Er gibt sich der Lächerlichkeit preis, nicht mich.

Es wäre für mich viel schwieriger, Dinge zu verbergen und geheim zu halten.
So zu tun, als sei ich nicht narzisstisch, als sei ich ein umgänglicher Menschenfreund, als sei ich nicht zutiefst erschüttert worden durch den Verlust meines geliebten Vaters, als sei ich eine “starke, patente” (würg) Frau, als sei ich nicht die anstrengendste und komplizierteste Person, die nicht nur ich, sondern auch alle, die ich kenne, jemals kennengelernt haben.
Sich verstellen heißt für mich, nicht ehrlich zu sein. Vorgeben, etwas zu sein, was ich nicht bin. Und das bedeutet für mich gleichzeitig immer die Angst vor Entdeckung.
Vor einem Publikum stark zu tun und dann die Maske heruntergerissen zu bekommen, wäre für mich schlimmer als mich gleich ohne Maske zu zeigen.
Wo man nichts versteckt, können andere Leute auch nichts entlarven, so seh’ ich das.

Einzig, wenn ich mit einem Thema die Privatsphäre anderer Menschen berühre, halte ich mich zurück. Die letzte Woche im Leben meines Vaters, die ich in der Artikelreihe “Lieber Vater” beschreibe, habe ich natürlich nicht allein erlebt, sondern mein Bruder und meine Mutter waren auch dabei. Und weil die beiden sich eher unbehaglich mit zu viel Offenheit fühlen, lasse ich eben manch einen Satz aus oder formuliere ihn anders als ich ihn nur für mich formuliert hätte. Ebenso verfahre ich bei Themen, die sehr nahe an meine Ehe heranreichen. Manchmal hat mein Mann Bauchschmerzen mit einem geplanten Artikelthema und dann nehme ich natürlich Rücksicht auf ihn.

Aber bei der Frage, wie weit ich gehe, wie viel ich von mir zeige, zögere ich keine Sekunde.
Weit und alles, eine andere Antwort gibt es nicht.

Je offener ich bin, desto wohler, weil freier fühle ich mich.

Das war nicht immer so in meinem Leben. In den acht Jahren, in denen ich – bis auf einige lächerlich kurze Unterbrechungen – Single war, war ich anders. Ich zeigte nur meine kantigsten Teile und schrieb in Worten, die ständig Schwarz zu tragen schienen. Das ließ mich schroff und unnahbar wirken und das wiederum zog einen ganz bestimmten Männerschlag an, den ich damals anziehend fand.
Wenn diese Männer entdeckten, dass ich eben nicht nur dunkel, elegant und kantig bin, sondern eben auch ein hysterisches Mädchen, das wegen seiner Hypersensibilität Entspannung nur aus dem Fernsehen kennt, viel herumgiggelt, sehr gerne beschützt werden möchte und ansonsten am liebsten in der zerbeulten Jogginghose herumläuft, dann war das gewissermaßen ein Kulturschock für sie. Die große Spreizbreite meines Wesens war einfach zu viel.

Am Anfang tat ich mir sehr selber Leid, weil niemand mich erfassen konnte, aber irgendwann verstand ich, wie schwierig das ist, wenn das Gegenüber Schwarz UND Weiß ist, Marlene Dietrich UND Jerry Lewis, Margaret Thatcher UND “Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs” – umso mehr, wenn man initial ausschließlich einen der beiden Teile kennengelernt hat. Und so begann ich, mehr von mir zu zeigen, von beidem etwas. Anstatt also wütend zu sein, weil niemand mich verstehen konnte, beschloss ich, den Leuten überhaupt erstmal eine Chance zu geben, mich zu verstehen. Und so wurde mein damaliges Blog zum Beipackzettel meiner gesamten Online-Existenz.

Ein weiterer Grund für diese öffentliche Entblößung war der Umstand, dass mir über weite Teile meines Lebens Bezugspersonen fehlten. Es gab zwar schon Menschen, die mir besonders nahestanden, aber Freundschaften und Beziehungen waren für mich bis dahin ausnahmslos temporäre Erscheinungen gewesen. Und kein Mensch auf der ganzen weiten Welt kann immer über alles, was ihn bewegt, schweigen. (Also, kann bestimmt jemand, aber was wird das dann für ein trauriger Mensch?)
Weil also (meistens) niemand da war, dem ich von meinen Albträumen, meinen Ängsten, meinen Freuden und meiner Traurigkeit erzählen konnte, schrieb ich sie einfach ins Internet hinein. Damit ich nicht dran erstickte. Außerdem hoffte ich, dass sich vielleicht doch ein paar Menschen finden würden, für die ich nicht bloß ein wahlweise abstoßendes oder faszinierendes Kuriosum war. Die die Dinge vielleicht sogar ähnlich wahrnahmen wie ich. Das Blog wurde meine abgesägte Schrotflinte, mit der ich blind in die anonyme Menge schoss.
Es war mir immer klar, dass Menschen sich von den Dingen, die ich aufschrieb, angewidert, verstört oder verärgert fühlen können, aber für die Chance, einige wenige zu finden, die mich verstanden, nahm ich das in Kauf.

Irgendwann schloss ich das Blog und machte Twitter auf. Da es dort nicht im entferntesten um Partnersuche ging, ließ ich hemmungslos jeden Selbstschutz fahren und schrieb drauflos.
Im Jahr, als mich meine Selbstständigkeit als Webdesignerin erstmals gut ernährte, gewann ich eine innere Selbstzufriedenheit, die mich immer öfter trotz der nach wie vor bestehenden Einsamkeit lächeln ließ. Bei Twitter ließ ich also dem glucksenden, albernen Teil von mir freien Lauf und fühlte mich so sehr bei mir und mit mir wie noch nie in meinem Leben. Ich traf mich sogar ein, zweimal mit Twitterern, ließ das dann aber doch wieder bleiben – nicht etwa, weil die doof waren, ganz im Gegenteil, sondern weil ich mich einfach allein (also außerhalb von sozialen Situationen) am allerallerwohlsten fühle.

Und dann kam der allesentscheidende Wendepunkt (und wehe, jemand lacht über so viel Pathos!): ich gab die Hoffnung auf. Die Hoffnung, einen Seelenpartner zu finden.
Was total deprimierend und enttäuscht klingt, war in Wirklichkeit in höchsten Maße befreiend. Weil ich nämlich Frieden machte mit den Dingen. Mit meinem Leben und dem Gefühl, ein verdammter Außerirdischer unter den Menschen zu sein. Ich machte einfach Frieden damit. Ich hatte keine Hoffnung mehr und deshalb fürchtete ich auch keine Enttäuschung, keinen Schmerz, keinen Rückschlag mehr.
Ich hatte nichts mehr zu verlieren.
In dieser Situation begann der Mailwechsel mit dem Mann, der mein Seelenpartner ist.

Es gibt für mich einfach keine Alternative zu Offenheit, denn Offenheit bedeutet Freiheit.

Update der Vollständigkeit und Transparenz wegen
Der Cellulite-Moment: Heute Mittag nannte jemand den Artikel auf Twitter “peinliche Blogscheiße” und entfolgte mich noch bevor ich eine klärende DM versenden konnte. Es war bei dem Artikel wahrscheinlich nur logisch, dass irgendwann jemand aufsteht und “Cellulite!” schreit, aber dass es @n303n war, enttäuscht mich. Weil wir uns seit Ewigkeiten gegenseitig folgten und es nie ein böses Wort zwischen uns gab, wir sogar im Gegenteil nach dem Tod meines Vaters einen zwar kurzen, aber doch mitfühlenden DM-Wechsel hatten.
Aber man – Achtung, Riesenbrüller jetzt! – steckt ja nicht drin in den Leuten.
Haha. Ha. H.

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Kommentare (32 Kommentare)

# 1 / quilthexle / 08.11.2012, 14:23

“Freedom is just another word for nothing left to loose” – diese Songzeile fällt mir spontan beim Lesen Deines Artikels ein. Bisher sah ich das eher als sehr traurig an – aber das ist es, so betrachtet, gar nicht. Sondern etwas sehr Starkes und Friedvolles … Danke für den neuen Blickwinkel !
Ciao
Frauke

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# 2 / Frau Elise / 08.11.2012, 15:33

Hach. Und gut ist das alles!

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# 3 / thisis / 08.11.2012, 16:10

Schämen ist doof und sinnlos.

Schön, wie du das beschrieben hast mit der Cellulite^^

Ich glaube, du hast sehr recht: Jemanden, der sich angreifbar macht anzugreifen sagt mehr über den Angreifer als über den Angegriffenen aus. Und nichts Gutes. Für mich war und ist das Nicht-Mehr-Verstecken ebenso heilsam und befreiend. Schön, dass es anderen Leuten so auch gut geht.

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# 4 / Kerstin / 08.11.2012, 16:16

Sehr krass, das hätte von mir sein können (nur hätte ich es nicht so schön formuliert, vermute ich).
Irgendwann hab ich mal geträumt, dass ich meinen Mann genau zum richtigen Zeitpunkt “finde” (in Anführungszeichen, weil: eigentlich ohne zu suchen), und so war es dann auch, der Zeitpunkt war der, an dem ich gelernt hatte, dass ich mich nicht mehr verstecken brauche, dass ich anders eh keine Chance habe, als wenn ich meine ganze Verrücktheit und alles, was mich ausmacht, an der Oberfläche trage, wenn dann einer da ist, der mich genau so wie ich bin schön findet, ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß, dass wir zwei passen.
Ich war noch ziemlich am echtsein-üben, als er plötzlich da war. Dann haben wir zusammen weitergeübt mich so auszuhalten (für ihn war weder sein noch mein echtsein je ein Problem) und inzwischen gehts auch nicht mehr wirklich anders. Gut so.

Jedenfalls find ichs mal wieder sehr schön geschrieben. Danke. Ich les dich arg gern.

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# 5 / m-o-k / 08.11.2012, 16:58

Nachvollziehbar bis zur letzten Zeile. Es gibt keinen Grund, sich zu rechtfertigen. Offenheit kann entwaffnend sein, auch wenn sie nicht in allen Situationen angebracht ist. Mach weiter so.

Antworten


# 6 / RN / 08.11.2012, 19:34

Warum rechtfertigen. Das ist alles gut so.
Danke für den Text.

Antworten


    # 7 / Meike / 08.11.2012, 20:22

    Oh, das sollte gar keine Rechtfertigung sein, sondern nur eine Erzählung für die, die mich auf die Offenheit angesprochen oder danach gefragt haben.
    Aber danke für die Unterstützung.

    Antworten


# 8 / Christian / 08.11.2012, 20:30

so true. every single word.

Antworten


# 9 / Dirk / 09.11.2012, 09:06

Jeder hat so seine Gedanken. Mir viel spontan Lady Gaga ein. Auch wenn bestimmt ein Teil wohlüberlegte PR dabei ist (ich glaube aber nicht nur). Ich hatte immer das Gefühl, die zieht blank, um sich zu befreien. Viele Sternchen plazieren gut getimed, ob nun Busen oder Höschenblitzer, und merken nicht, dass sie mit den gerufenen Geistern gar nicht mehr fertig werden. Aber die Neugier, die zu bestehen scheint, hinter Fassaden und Schutz zu schauen und ich mein’ das jetzt auch im auf die Seele übertragenen Sinne, ist doch sehr groß, nicht umsonst hat doch der Mensch im Laufe der Evolution zahlreiche Mechanismen geschaffen sich zu schützen. Ich glaube es ist für die allermeisten sehr hilfreich. Dennoch kenne ich auch die Geschichte, das gerade bei der Partnerwahl genau das in die Hose gehen kann, wenn die attraktive Fassade dann auf Dauer nicht hällt.
Nicht jeder hat das Selbstbewußtsein sich “nackt” vor die Menschen zu stellen, deshalb sind Selbstfindungskurse aller Couleur doch so ein riesen Markt. Meinen tiefsten Respekt für so viel Offenheit und Mut zur Befreiung.

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[...] Me To Dance« auf ihrem neuen Album. Guckt das Video und wisset, warum ich es hier erwähne. Die Evolution meiner Offenheit (www.fraumeike.de) »Ich gehe nackt und ohne Waffen durch mein Leben und wenn mich tatsächlich jemand verletzen [...]


# 11 / quitzi / 09.11.2012, 10:46

Liebe Meike,
nun melde Ich mich hier auch mal zu Wort. Ich finde, Offenheit ist nicht gleich Offenheit. Gerade diese Offenheit in Deinen Texten ist eine wohlfundierte Offenheit und wohlfundierte Offenheit kann viele Menschen irritieren.

Mich irritiert diese Offenheit übrigens nicht! Nein, Ich empfinde diese Offenheit als sehr angenehm denn für mich als Internetmensch, der eigentlich eher keine Blogposts kommentiert sind solche Texte einfach besser zu verarbeiten.

Oder noch komplizierter gesagt: Die Texte hier sind nicht für schnelllebiges Internet ausgerichtet sondern verlangen vom Leser einiges ab. Ich denke, damit bringt man viele Internetmenschen in eine ungewohnte Lesesituation.

Viele Grüße
Herr Quitzi

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# 13 / Eva / 09.11.2012, 12:24

Sehr authentisch fühlt sich das an. Wunderbar!

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# 14 / Alex / 09.11.2012, 12:41

Sehr schöner Artikel! “Je offener ich bin, desto wohler, weil freier fühle ich mich.” kann ich voll und ganz unterschreiben, und auch die Rücksicht auf Dritte finde ich bei aller Offenheit immens wichtig. Als Schlagwort fällt mir bei dem Artikel “Post-Privacy” ein.

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# 17 / comicfreak / 09.11.2012, 16:47

..das mit dem Seelenpartner erinnert mich an http://www.der-flix.de/Schoene_Toechter19.jpg
;)
Danke dir, der Wortvogel schreibt genau so offen, wenn auch mehr über andere Befindlichkeiten.

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# 22 / comicfreak / 12.11.2012, 11:56

..oje, das update ist schlimm. :(
Ich hoffe, dein Mann hat dir zum Trost wenigstens Schokoladenpudding gekocht

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# 26 / Hans-Georg / 13.11.2012, 09:17

Ich wurde auch desöfteren darauf angesprochen, dass ich mich ja so öffentlich mache mit meinem Blog. Ich habe das schulterzuckend abgetan aber nie weiter darüber nachgedacht. Deshalb vielen Dank für deine Ausführungen. In Teilen habe ich schon die gleichen Gedanken gehabt.

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# 27 / Anke / 14.11.2012, 07:37

Sehr schöner Artikel. Und ich wette, auch Margaret Thatcher hat(te) ihre kichernden, irren, und jogginghosentragende Momente.

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# 28 / MW / 30.11.2012, 11:51

Nach vielen Jahren es anders zu handhaben kann ich nur sagen: vermutlich hast Du recht. Mal sehen was das für mein Leben 2013 heisst. Angst, Hoffnung, Schwäche, Stärke.

Und dann der Spagat: denn wie in jedem politischen Job besteht auch meiner aus ner Mischung aus Regeln des Miteinander respektieren und anwenden, Strategie und Echtheit.

Hm. Klingt nach einem Blogthema. Wenn ich einen hätte.

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# 29 / Steffi / 12.12.2012, 08:56

Ein toller Artikel! Danke!

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# 30 / Thatsme / 19.03.2013, 11:00

Brilliant. Auf den Punkt.
Das ist das Konzentrat. Wie wenn Kohle unter Druck seinen wahren Charakter zeigt.
Wahrheit braucht Mut.
Danke für Deinen.

H.

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# 31 / Mel / 08.11.2013, 08:05

Danke. Durch irgendwelche Umstände bin ich hier gelandet und lese, dass es noch jemanden gibt wie mich. Ich bin gerade dabei, meine Offenheit zu entdecken und es wird auch höchste Zeit. Mir tut es nicht gut mich zu verstecken und es ist gut von dir zu lesen, das du da mittlerweile so gut umgehen kannst und wie gut es dir tut. Das man diese Offenheit auch als Stärke ansehen kann ist eine neue Idee in meinem Leben, denn wenn man auf die richtigen Leute trifft, die das genau zu schätzen wissen, ist sie endlich da, die Chance zum glücklich sein.

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# 32 / Daniela / 21.01.2014, 09:41

Genau in diesem Punkt vereinigt sich das große Dilemma der Menschheit. Offenheit ist auch Wahrheit und mit der können die wenigsten umgehen, gerade weil sie Offenheit und Wahrheit mit Vorwürfen und Angriffen gleichsetzen. Zudem können nur die wenigsten Menschen mit sich selbst kritisch sein – auch wenn es alle behaupten. Wer diese Grundeigenschaft allerdings nicht beherrscht, der kann auch nicht offen zu sich selbst und anderen sein. Die Lüge und der Selbstbetrug sind folgenschwere Konsequenzen, die sich dann durch das ganze Leben ziehen. Offenheit bedeutet nicht nur der neusten Mode und jeder neuen Tendenz gegenüber aufgeschlossen zu sein, das Wort steht vielmehr für Offenheit in Bezug auf die Wahrheit auf die Selbsteinschätzung und das Miteinander. Verschlossene Menschen sind nicht keine schlechteren Menschen, doch ihnen geht ein wichtiger Aspekt in ihrem Dasein verloren. Sie schließen sich selbst aus und siechen praktisch dahin.

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